LAUBENHEIMER Hard- und Software

Deutsches Headset für Piloten der Allgemeinen Luftfahrt

 

Letztes Update:02.03.16

 

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Welches Headset ist für mich optimal?

Lesen Sie bitte bis zum Ende, wenn Sie unschlüssig sind, welches Headset Sie kaufen sollten.

Sie lesen hier:

> Soll es ein aktives sein?
> Kopfhörer ohne Mikrofon?
> Was ist sonst noch wichtig?
>Tragekomfort nicht zu vergessen!
>Musik und Handy beim Fliegen?
> Zu guter Letzt (Tips zum Drumherum):

Soll es ein aktives sein?

Es gibt Piloten, die ihr Headset hauptsächlich nach der Optik, z.B. der Farbe, auswählen. Für andere kommt grundsätzlich nur ein Aktivheadset (ANR) in Betracht. Dafür sind sie sogar bereit, einige hundert EURO mehr auf den Ladentisch zu legen.

Welche Vorteile hat ein solches ANR-Headset?
Übliche Gehörschutzkapseln dämmen überwiegend Lärm mit mittleren und hohen Frequenzen (etwa von 400 bis 500 Herz aufwärts und abgeschwächt darunter). Das Geräuschspektrum eines Flugmotors reicht aber bis deutlich unter 100 Herz. Diese tiefen Frequenzen werden mittels ANR elektronisch kompensiert. Manche Piloten lehnen dies ab, weil nach ihrem Empfinden dabei die "akustische" Motorkontrolle leidet. Ein weiterer Nachteil von ANR-Headsets ist, dass sie zusätzliche Stromversorgung benötigen (z.B. durch Batterien)  In den mittleren bis oberen Frequenzen (über 500 Herz) bringen aktive Headsets keine Vorteile.

Unsere ECHO-Flugzeuge mit Lärmzeugnis oder gar erhöhtem Schallschutz sind jedoch auch in der Kabine so "leise", dass die Arbeitsbelastung durch den Motorlärm nur eine untergeordnete Rolle spielt. Wesentlich wichtiger ist die Sprachverständlichkeit bei der Kommunikation über Funk oder mit Copilot und Passagieren. Da die Sprache über in die Kapseln eingebaute Lautsprecher zum Ohr gelangt, hebt sie sich deutlich von dem Restgeräusch ab. Hinzu kommt, dass man bei der Benutzung von Headsets beide Hände frei hat. In schwierigen Situationen sicherlich ein beachtenswertes Argument.

Headsets für Piloten werden häufig auf der Basis von Gehörschützern entwickelt. Naturgemäß liegt hier das Schwergewicht auf der Lärmreduzierung. Wer darauf Wert legt, sollte solche Headsets wählen. Je größer das Volumen der Schalen und je massiver die Schalen sind, umso besser ist die Geräuschreduzierung. Andere Headsets sind auf der Basis von Musikkopfhörern entwickelt. Bei diesen "Leichtgewichten" hat die Lärmdämmung nicht Priorität.

Von LAUBENHEIMER wird ein passive Headsets angeboten, das in der Lärmdämmung teilweise über aktiven Modellen liegt (das LBH T3). Im mittleren und oberen Frequenzbereich übertrifft es die meisten ANR-Geräte sogar. Dabei liegt der Preis erheblich unter dem eines ANR-Headsets. Sie benötigen keine zusätzliche Stromversorgung (siehe ANR-Alternative)..

 

Kopfhörer ohne Mikrofon?

Ein (schalldämpfender) Kopfhörer ohne Mikrofon macht in bestimmten Fällen durchaus Sinn. Z.B., wenn in einem eigenstartfähigen Segler mit Klappmotor der Lautsprecher vom Motorlärm übertönt wird, das vorhandene bordseitige Mikrofon jedoch für einwandfreie Verständigung ausreicht. Dann sollte der Kopfhörer nach dem Steigflug leicht im Gepäckfach verstaut werden können. Klappbare Systeme sind hier von Vorteil. Das preisgünstige LBH 715 entspricht diesen Anforderungen.

Was ist sonst noch wichtig?

Vielleicht die wichtigsten Bauteile von Headsets sind die Lautsprecher. Wenn sie die Sprache nicht klar wiedergeben, gibt es möglicherweise Probleme, wenn die Bodenstation oder ein anderes Flugzeug nicht eindeutig aufgenommen wird. LBH-Headsets verwenden Lautsprecher, die als Studio-Mikrofone entwickelt wurden. Sie verfügen über einen weiten Frequenzbereich in der Wiedergabe.

Ein Lautstärkeregler ist empfehlenswert. Er ist unverzichtbar, wenn Headsets mit unterschiedlicher Lautsprecherimpedanz parallel betrieben werden. Stereo-Regler machen nur Sinn, wenn die Hörfähigkeiten der Ohren wirklich stark differieren. Selbst wenn Sie statt der Verkehrsinformationen lieber Musik hören wollen, ist ein Stereo-Regler meist überflüssig.

Bei den Mikrofonen unterscheidet man zwischen dynamischen und solchen mit Electret-Kapseln. COM- und Intercom-Geräte sind entweder nur für die eine oder nur für die andere Variante eingestellt. Bei älteren Geräten kann meist eine Anpassung über Steck- oder Lötbrücken erfolgen. Neuere Geräte haben Eingänge für beide Varianten. Lesen Sie bitte die Gerätebeschreibung oder nehmen Kontakt mit dem Hersteller auf.

Ansonsten gilt, dass im Flugzeug möglichst nur Headsets gleichen Fabrikats (und möglichst auch Typs) parallel eingesetzt werden sollten. Bei stark abweichenden Impedanzen sowohl beim Mikrofon wie auch beim Lautsprecher können manchmal Probleme auftreten. Dabei kann es durchaus vorkommen, dass ein teures und im Einzelplatzbetrieb gutes Gerät nun schwächer arbeitet als das parallele preiswerte. Da hilft meist nur Probieren. LBH-Headsets sind untereinander und mit den meisten Fremdfabrikaten kompatibel.

Dynamische Mikrofone nehmen Umgebungsgeräusche stärker auf als Electretmikrofone. Bei letzteren ist auch die Rede von Nahbesprechungs- Mikrofonen. Sie nehmen Störquellen weniger auf, müssen jedoch lippennah (maximal Fingerbreite) eingestellt sein. Häufig haben sie noch eine beabsichtigte Richtwirkung. Dann muss das Mikrofon exakt auf die Lippen gerichtet sein. Es gibt auch Headsets mit dynamischem Mikrofon, das über einen eingebauten Vorverstärker an den Electret-Standard angepasst ist. Ein Vorteil ist nicht erkennbar.

Tragekomfort nicht zu vergessen:

Natürlich soll ein Headset nicht schon nach kurzer Tragezeit so drücken, dass man es am liebsten abnehmen würde. Andererseits ist ein ausreichender Anpressdruck für die Abdichtung erforderlich. Schon geringe Undichtigkeiten machen die beste Lärmdämmtechnik nutzlos. Eine hinreichende Anpassung an unterschiedliche Kopfbreiten lässt sich bei Kunststoffbügeln durch Erwärmen in kochendem Wasser oder Heißluft und Spreizung während des Abkühlens erzielen.

Gute Abdichtungen können mit Gel- oder Flüssigkeits- gefüllten Dichtkissen erzielt werden. Dafür muss aber auch entsprechend bezahlt werden. Normalerweise genügen gut gepolsterte Schaumstoffabdichtungen.

Mikrofonarme aus Drahtgestellen, die über Schraubgelenke miteinander verbunden sind, neigen dazu, sich leicht verstellen. Bemerkt der Pilot dies nicht, so kann das dazu führen, dass er von der anderen Station nicht aufgenommen wird. Bei so genannten Schwanenhals-Mikrofonarmen ist dies Risiko sehr viel geringer.

Musik und Handy beim Fliegen

Musik hören während des Fluges ist nicht jedermanns Sache. Viele Piloten lauschen lieber dem Motorsound - und das nicht nur beim Flug über dem Wasser.
Es gibt aber auch viele Piloten, die entweder selbst beim Flug Musik bevorzugen oder zumindest die Passagiere musikalisch unterhalten wollen.
Abzuraten ist aber von solchen Lösungen, die Musik und Funk gleichzeitig zulassen. Solange gefunkt wird, muss die Musik schweigen, damit die volle Aufmerksamkeit dem Funk zukommt. LAUBENHEIMER Musikadapter berücksichtigen dies.

Und was ist mit dem Handy ?
Zunächst einmal muss man wissen, dass der Mobilfunk nur in niedrigen Flughöhen überhaupt möglich ist (Satelittenfunk einmal außer Acht). Das liegt an der Ausstrahlungscharakteristik der Bodenstationen. Durch die schnelle Fortbewegung mit dem Flugzeug sucht das Handy ständig die stärkste Bodenstation. Das geht auf Kosten der Batteriekapazität. So kann es vorkommen, dass man nach der Landung nicht mehr telefonieren kann.
Aber muss man denn unbedingt während des Fluges telefonieren? Abgesehen von der Ablenkung, die im Flugzeug noch problematischer ist als im Auto, hat denn ein Telefonat nicht ein, zwei Stunden Zeit bis zur nächsten Landung?

Zu guter Letzt (Tips zum Drumherum):

Am Ende eines Headsets befinden sich die Stecker. Achten Sie hier auf gute Qualität. Kabel und Stecker stellen die häufigsten Fehlerquellen dar. Das Kabel sollte sowohl am Abgang von der Kapsel wie auch an den Steckern über Knickschutz verfügen. Einfache Messingstecker neigen nach einiger Zeit zum Oxidieren und müssen gelegentlich gereinigt werden. Empfehlenswert sind vergoldete Kontakte wie bei LBH-Headsets.

Erkundigen Sie sich auch, wie es um den Reparaturservice steht. Können Sie defekte Teile extra bestellen und
dann selbst auswechseln? Oder müssen Sie das Headset einschicken und wie hoch sind da die Kosten? Auch hier ist LAUBENHEIMER konkurrenzlos preisgünstig.

Überwiegend werden heute Flugzeuge mit Luftfahrt-Normbuchsen ausgerüstet. Abweichend gibt es Anschlüsse nach Militär-Norm sowie Stecker mit kreisförmig angeordneten Kontakten (DIN-Stecker mit und ohne Bajonett-Verschluss) sowie gelegentliche Sonderkonstruktionen. LBH-Headsets werden standardmäßig mit Normsteckern, auf Wunsch auch mit anderen ausgeliefert.

Spiralkabel haben den Vorteil, dass es nicht so leicht Kabelsalat gibt, und sie sich nicht versehentlich beim Aussteigen verfangen. Auf Wunsch werden LBH-Headsets auch mit solchen Kabeln geliefert.

Ohrdichtkissen unterliegen einem natürlichen Alterungsprozess und sollten daher in Abständen (2 bis 3 Jahre) ausgewechselt werden. Dichtkissen für LBH-Headsets erhalten Sie sowohl bei uns wie auch bei Händlern in Ihrer Nähe, die Arbeitsschutzprodukte (Industriebedarf) der Marke Sperian (Bilsom) liefern.

Wir hoffen, Ihnen mit vorstehenden Informationen eine Hilfe für die Auswahl Ihres Headsets gegeben zu haben. Klicken Sie hier für zurück zur Eingangsseite.

Laubenheimer Hard- und Software, 63755 Alzenau, Leo-Wolpert-Str. 10, Tel. 06023/7193