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Deutsches Headset für Piloten der Allgemeinen Luftfahrt

 

Letztes Update:02.03.16

 

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Tipps zur Behandlung und Pflege der Headsets

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1.) Headsets mit Stereo

Manche Headset-Anbieter werben damit, daß ihre Kopfhörer auch stereo betrieben werden können.

Der Haken dabei ist, daß die Funkgeräte und Intercoms in der Regel nur einen Mono-Ausgang haben und die Buchsen zum Anschluss der Headsets nicht stereotauglich sind. Wird das Headset nun versehentlich in Stereo betrieben, hört man nur auf einem Ohr. Dies ist besonders problematisch bei gecharterten Flugzeugen bzw. im Vereinsbetrieb, weil viele Piloten diese Besonderheit nicht beachten. Umgekehrt sind Headsets für Stereobenutzung nur dann an Mono-Buchsen verwendbar, wenn sie umschaltbar sind.

Stereobetrieb ist in der Regel nur mit Intercoms möglich, die extra für Stereo  ausgelegt sind.

2.) Unverträgliche Headsets

Im allgemeinen wird empfohlen, nur Headsets gleichen Herstellers bzw. gleichen Typs parallel zu benutzen.

Es kann aber auch bei namhaften Herstellern vorkommen, dass selbst gleiche Typen, die direkt mit dem Funkgerät gekoppelt sind, versagen. Ursache ist deren niedrige Mikrofonimpedanz, durch die die Spannungsversorgung seitens des Funkgerätes bei Parallelbetrieb zusammenbricht. Wird ein solches Headset jedoch parallel mit einem anderen Fabrikat mit höherer Impedanz betrieben, so kann diese Kombination sogar noch funktionieren. LBH-Headsets haben eine normale Impedanz und können somit auch noch mit solch problematischen Headsets zusammen betrieben werden.

Das Problem dürfte nicht auftreten, wenn dem Funkgerät ein Intercom nachgeschaltet ist, das für jedes angeschlossene Headset einen eigenen Mikrofon-Eingang besitzt.

Meistens sind Funkgeräte und Intercoms sprachgesteuert. Das heißt, diese Geräte schalten sich in einen Ruhemodus, wenn vom Mikrofon kein ausreichend hoher Pegel aufgenommen wird. Die Lautsprecher sind still. Sind zwei Headsets angeschlossen mit unterschiedlich empfindlichen Mikrofonen, kann das Intercom/Funkgerät schon bei geringem Geräuschpegel die Rauschunterdrückung (Squelch) abschalten. Wird dann das Gerät über den Squelchregler angepaßt, muß am anderen Headset entsprechend lauter gesprochen werden, damit die Sprachsteuerung "aufmacht".

LBH-Headsets haben leicht einstellbare Regler direkt am Mikrofon, um dessen Empfindlichkeit an die anderer Headsets anzupassen.

Nicht benutzte Headsets, z. B. für den zweiten Sitzplatz sollten Sie ausstöpseln. Sonst kann es vorkommen, dass diese Fremdgeräusche (Motor, Wind) aufnehmen und die Verständigung stören.

3.) Richt- und Backelektretmikrofone

Damit seitliche Geräusche die Kommunikation nicht beeinträchtigen, besitzen manche Headsets Mikrofone mit Nierencharakteristik, d.h. Richtmikrofone. Hierbei muss aber streng darauf geachtet werden, dass das Mikrofon auch tatsächlich auf die Lippen gerichtet sein. Wird es verdreht, so werden seitliche Störungen verstärkt aufgenommen, während das eigentliche Sprachsignal deutlich unterdrückt wird.

Auf der Rückseite (gegenüber der Mikrofonmembran) haben LBH-Mikrofone eine Bohrung, durch die Schall, der nicht vom Mund kommt, teilweise kompensiert (Backelektret-Mikrofon).

4.) Behandlung und Pflege

Flugzeuge und seine einzelne Komponenten sind gegenüber unsachgemäßer Behandlung sehr empfindlich. In der Regel wissen dies die Piloten und richten sich danach. Dass aber auch Funkgeräte und andere Kommunikations-Komponenten wie Headsets sachgerecht und pfleglich behandelt werden müssen, scheint sich noch nicht überall herumgesprochen zu haben.

So wird an den Kabeln statt an den Steckern gezogen. Kabel werden aufgewickelt und geknickt ungeachtet der Tatsache, daß die Adern gerade mal 0,08 bis 0,12 Quadratmillimeter (weniger als 0,2 mm Durchmesser) aufweisen. Kein Wunder, wenn dann die dünnen Drähtchen brechen und der Funkverkehr lahm gelegt wird.

Headsets bestehen überwiegend aus thermoplastischen Kunststoffen. Daher vertragen sie schlecht hohe Temperaturen. In geschlossenen Flugzeugkanzeln wurden Temperaturen an von der Sonne angestrahlten Gegenständen mit dunkler Oberfläche bis zu 85 Grad Celsius nachgewiesen. Headsets sollten daher stets beim Parken vor Sonneneinstrahlung geschützt werden.

Viele Kunststoffe enthalten Weichmacher. Typisch sind Kopfpolster und Ohrdichtungen von Headsets. Diese Weichmacher verflüchtigen sich mit der Zeit (besonders unter UV-Einstrahlung)  und die entsprechenden Teile müssen gelegentlich ausgetauscht werden. Hart gewordene Ohrdichtungen können bei längeren Flügen recht unangenehm sein. Ohrdichtungen sollten nach zwei bis drei Jahren ausgewechselt werden.

Für die Reinigung der Headset-Kapseln sollten Sie sanfte Reinigungsmittel verwenden. Manchmal ist auch Reinigungsbenzin erlaubt. Fragen Sie den Hersteller.

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